Die meisten Free-VPNs kommen aus den USA oder aus Ländern mit fragwürdiger Datenschutzlage. PrivadoVPN ist eine Ausnahme: Der Anbieter sitzt in Zürich – und das ist kein Marketingversprechen, sondern ein rechtlicher Fakt mit konkreten Konsequenzen.
Warum der Firmensitz Schweiz relevant ist
Die Schweiz ist weder EU-Mitglied noch Teil der 5/9/14-Eyes-Geheimdienstallianzen. Ein US-amerikanisches Gericht kann keinen Schweizer VPN-Anbieter per NSL (National Security Letter) zur stillen Herausgabe von Nutzerdaten zwingen. Gleichzeitig haben Schweizer Unternehmen keine automatische Datenweitergabepflicht an EU-Behörden. Das schützt nicht vor allem – aber vor den häufigsten Szenarien staatlicher Überwachung.
ProtonVPN sitzt ebenfalls in der Schweiz und ist seit Jahren der Benchmarkt für dieses Modell. PrivadoVPN spielt in einer ähnlichen Liga: kleinere Marke, vergleichbarer Rechtsrahmen.
Was der Free-Plan konkret bietet
10 GB monatliches Datenvolumen, 13 Serverstandorte, 1 Gerät gleichzeitig – kein Kreditkarte nötig. Zum Vergleich: hide.me bietet ebenfalls 10 GB, aber auf 5 Standorte beschränkt. PrivadoVPN hat hier also mehr Auswahl bei gleichem Volumen.
| Merkmal | PrivadoVPN Free | ProtonVPN Free | hide.me Free |
|---|---|---|---|
| Datenvolumen | 10 GB/Monat | Unbegrenzt | 10 GB/Monat |
| Serverstandorte | 13 Länder | 3 Länder | 5 Länder |
| Geräte | 1 | 1 | 1 |
| Kein Kreditkarte | ✓ | ✓ | ✓ |
| Gerichtsstand | Schweiz | Schweiz | Malaysia |
Der Haken: Sobald die 10 GB aufgebraucht sind, ist der Free-Plan für den Rest des Monats gesperrt. Kein automatisches Drosseln, kein Restverkehr. Wer häufiger surft, braucht den Premium-Tarif.
Premium: Ab $1,11 pro Monat – was ist drin?
Der günstigste Premium-Tarif kostet $1,11 pro Monat bei 24-monatiger Laufzeit – einer der niedrigsten Einstiegspreise im Markt. Enthalten sind:
- Unbegrenztes Datenvolumen
- 10 gleichzeitige Geräteverbindungen
- Vollständiges Servernetzwerk (500+ Server in 50+ Ländern)
- Privado Sentry – Echtzeitschutz gegen Phishing, Malware und Tracker
- SOCKS5-Proxy für P2P/Torrenting
- Browser-Extensions für Chrome, Firefox, Edge und Brave
- Parental Controls und E-Mail-Relay (Wegwerf-Adressen)
- 30-Tage-Geld-zurück-Garantie
Privado Sentry – was steckt dahinter?
Der integrierte Bedrohungsschutz arbeitet auf DNS-Ebene: Schädliche Domains werden blockiert, bevor die Verbindung zustande kommt. Das ist kein Ersatz für ein vollwertiges Antivirenprogramm – aber ein nützlicher zweiter Layer. Besonders relevant für Nutzer, die in öffentlichen WLANs surfen, wo Phishing-Sites und DNS-Hijacking häufiger vorkommen.
PrivadoVPN bietet optional auch ein vollständiges Antivirenprogramm (Privado Sentry Premium) für $1,99/Monat extra – als separates Add-on, nicht im Basis-Premium-Abo.
Wo PrivadoVPN Schwächen hat
Das Servernetzwerk ist mit 500+ Servern deutlich kleiner als bei NordVPN (6.400+) oder ProtonVPN (6.500+). Für die meisten Anwendungsfälle – sicheres Surfen, Streaming, gelegentliches Torrenting – reicht das aus. Wer aber maximale Auswahl an Serverstandorten für spezifische Geo-Entsperrungen braucht, ist mit den größeren Anbietern besser bedient.
Im Free-Plan fehlt der SOCKS5-Proxy – das schränkt P2P-Torrenting ein. Für Gelegenheitssurfen im öffentlichen WLAN ist das kein Problem. Wer regelmäßig torrenten möchte, braucht den Premium-Plan.
Für wen lohnt sich PrivadoVPN?
Der Free-Plan ist eine gute Wahl, wenn du 10 GB monatlich reichen und mehr Serverauswahl als bei ProtonVPN Free willst. Der Premium-Tarif ist preislich kaum zu schlagen – wer unter $1,50 pro Monat bleiben will und trotzdem Vollschutz will, hat hier wenig Konkurrenz.
Wer komplett ohne Datenlimit arbeiten will, bleibt bei ProtonVPN Free die bessere Wahl. Beide sitzen in der Schweiz – der Unterschied liegt im Angebot, nicht im Datenschutzniveau.